Häuserbuch der Stadt Delitzsch

Vorwort

Wohl nur wenige Städte in Mitteldeutschland bieten, wie Delitzsch, die Einheit eines noch relativ intakten mittelalterlichen Stadtgrundrisses und einer fast vollständigen Wehranlage mit den zahlreich und vielschichtig erhaltenen Quellen aus der Stadtgeschichte.

Nach vierjähriger praktischer Arbeit in den zuständigen Archiven und Institutionen möchte ich mit diesem Häuserbuch erstmalig für den nordsächsischen Raum die Möglich­keit eines komplexen tiefgründigen Einblickes in sozial- und siedlungsgeschichtlichen Entwicklungsetappen in 600 Jahren Stadtgeschichte bieten.

Durch verbesserte Forschungsmethoden, genannt sei hier besonders die Verbindung von Stadtarchäologie und Archivwissenschaft, können und könnten viele Fragestellungen schärfer gesehen und so zielgerichtet auf deren Lösung hingearbeitet werden. Unabhängig davon ist eine auf Kontinuität ausgerichtete fachwissenschaftliche Arbeit unerläßlich. In diesem Zusammenhang möchte ich den Delitzscher Gerichtsaktuar Johann Gottlieb Lehmann (1778-1852) nicht unerwähnt lassen, ohne dessen Zutun eine Vielzahl heute als verschollen und vernichtet geltendes Quellenmaterial zumindest als komprimierte Abschrift nicht zur Verfügung stünde.

Gleichzeitig fühle ich mich verpflichtet, denen zu danken, ohne deren Hilfe dieses Werk hier nicht möglich gewesen wäre. Insbesondere meiner lieben Frau für unzählige Stunden Arbeit am Register. Weiterhin gilt mein Dank den Leitern und Mitarbeitern der Landes­hauptarchive in Dresden und Magdeburg, des Staatsarchivs Leipzig, des Grundbuchamtes, der Küsterei und des Museums Delitzsch und nicht zu vergessen der Stiftung Stoye für die Finanzierung der Drucklegung.

Delitzsch im Sommer 1993                                                                                  Manfred Wilde

Anschrift des Verfassers: Ritterstraße 31 in 04509 Delitzsch